Zehn Millionen ältere Menschen in Deutschland, fast eine Million im Alter 65+ in Österreich nutzen kein Smartphone. Für sie zieht ein Teil des Lebens vorbei. Dabei gäbe es gute, einfach bedienbare Geräte am Markt, mit denen sich der digitale Spalt einfach und unkompliziert schließen ließe.
Während die „Digital Natives“ (also jene, die mit Smartphone & Co. aufgewachsen sind) ihre Einkäufe, Bankgeschäfte und Termine wie selbstverständlich mit einem Fingerwisch erledigen und sogar ihre Liebesbeziehungen am Smartphone anbahnen bzw. beenden, steht die Generation der Seniorinnen und Senioren teilweise vor verschlossenen Türen.
Im Jahr 2026 nutzen lediglich 53 Prozent der Menschen im Alter 65+ ein Smartphone. Das geht aus einer aktuellen bitkom-Studie in Deutschland hervor. Diese Zahl ist insofern alarmierend, da das Smartphone für die meisten zum zentralen Werkzeug für gesellschaftliche Teilhabe geworden ist: WhatsApp, Instagram, TikTok, X, Youtube etc. Auf diesen Kanälen findet heutzutage Kommunikation statt.
„Familien-Kommunikation spielt sich heute vielfach über WhatsApp ab. Wenn die Eltern oder Großeltern kein Smartphone besitzen, sind sie ausgeschlossen vom neuesten Familientratsch, sie sehen keine Videos vom Enkerl und keine aktuellen Urlaubsfotos, wo die Kinder im Meer baden. Wer kein Smartphone hat, an dem zieht ein Teil des Lebens vorbei“, sagt Eveline Pupeter, Geschäftsführerin der europäischen Smartphone Company emporia aus Linz.
Dazu kommen Anwendungen wie ID Austria, Finanz Online, digitale e-Card, Online-Rezept für die Apotheke und vieles mehr. Ohne Smartphone wird vieles mühsam im Alltag. Und bisweilen auch teurer. Günstige Zugtickets etwa gibt es vielfach nur noch, wenn man sie online kauft.
Mehr als nur Berührungsängste
Warum aber nutzen Millionen Menschen in Deutschland und in Österreich kein Smartphone? Was ist es, das sie davon abhält, die Tür in die digitale Welt aufzustoßen?
Die Schwierigkeiten sind vielfältig und beginnen oft bei der Hardware. Nachlassende Sehkraft macht kleine Schriften schwer lesbar. Die Feinmotorik lässt das präzise Tippen auf Glasoberflächen zur Geduldsprobe werden. Und die Ohren haben vor 30 Jahren auch noch besser als gehört als heute.
Doch die eigentliche Hürde ist kognitiver Natur: Die logische Struktur von Betriebssystemen, verschachtelte Menüs und die englischsprachige Fachterminologie („Cloud“, „Account“, „Update“) wirken oft wie eine Fremdsprache. Hinzu kommt die Angst vor Sicherheitsrisiken wie Phishing oder Datenverlust, die viele Seniorinnen und Senioren davor zurückschrecken lässt, Funktionen wie Online-Banking zu nutzen.
Spezielle Lösungen für digitale Neulinge
Der Markt hat reagiert. Hersteller wie emporia bieten spezielle Senioren-Smartphones mit einfacher Menüführung, großen Bedienfeldern, Hörgeräte-Kompatibilität und gut lesbaren Schriften.
Dabei sind diese Smartphones aus Linz keineswegs stigmatisierend oder altmodisch. emporia-Smartphones laufen mit der aktuellen Android-Version, sie verfügen über Top-Kamera, NFC, Fingerprint, Texteingabe durch Sprachansage etc. und sie haben einen sogenannten No-Panic-Button, der sowohl als Notrufknopf als auch für den Google Assistant verwendet werden kann.
Obendrauf wird auch noch der emporiaCOACH vorinstalliert mitgeliefert. Das ist ein kostenloses Trainingsprogramm am Smartphone, das die Grundlagen der digitalen Welt in wenigen Schritten leicht verständlich vermittelt.
„Es muss uns gelingen, den digitalen Spalt zu schließen. Das ist eine Frage der Ethik, die in der digitalen Welt genauso zu gelten hat wie in der analogen“, sagt Eveline Pupeter.



Hinterlasse einen Kommentar
Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.